Prominente Verstärkung für den OSC Handball
Hans-Joachim Goßow kehrt zu seinen handballerischen Wurzeln zurück und wird die Abteilungsleitung künftig mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seinem großen Netzwerk unterstützen. Im Interview spricht der ehemalige OSC-Spieler und -Trainer über seine besondere Verbindung zum Verein, seine Motivation und die Themen, die er gemeinsam mit uns weiterentwickeln möchte.
Ich freue mich sehr, dass der langjährige Spieler und Trainer des OSC, der u. a. auch den TSV Bayer Dormagen trainiert hat, nach seiner Karriere als hauptamtlicher Generalsekretär der International World Games Association und beim Stadtsportbund Duisburg nun unsere Arbeit hier unterstützen wird. Hans-Joachim hat bei seiner bisherigen Arbeit nie den Kontakt verloren, oft war er stiller Beobachter auf der Tribüne und Berater beim Neustart. Nun, nachdem er nicht mehr Geschäftsführer des größten internationalen Multisport-Events nach den Olympischen Spielen ist, kehrt er mit seiner großen Expertise wieder zu den Ursprüngen zurück.
Ich habe ihm drei Fragen dazu gestellt, hier sind seine Antworten:
Achim, was verbindet dich mit dem OSC?
„56 Jahre meines Lebens verbinden mich mit dem OSC, bzw. einem seiner Fusionsvereine, dem TuS 04 Rheinhausen. Mein erster Jugendtrainer, Heinrich Hilgert, hatte damals an unserer Wohnungstüre angeklopft und meine Mutter gefragt, ob sie mir erlauben würde an einem Handballtraining teilnehmen zu dürfen. Meine Mutter hatte freudig zugestimmt - „Da weiß ich wenigstens, wo der Jung ist!“ - und ich habe den Ball freudig aufgenommen und bin in den Jugendmannschaften des OSC aufgewachsen. Die ersten „wirren“ OSC Jahre Ende der 1970er durfte ich dann auch im Seniorenbereich noch mitmachen, bevor sich die Wege für einige Jahre sportlich trennten und wir uns dann für einige sportliche Erfolge wieder fanden. Rheinhausener war ich immer, wenn auch nicht immer mit allem einverstanden. Aber meine Liebe für den Handballsport hat das nie getrübt.“
Was ist deine Motivation, wieder bei uns aktiv dabei zu sein?
„Seit einigen Jahren beobachte ich in der Rolle des Zuschauers die positiven Entwicklungen im Verein. In Gesprächen in der Halle, beim Sport mit den Männern am Limit (einige Mitleidende des Donnerstag Sports sind Aktivisten im Rheinhausener Handball) oder auch mit Abteilungsleiter Klaus Stephan habe ich immer erfahren müssen, auf wie wenige Schultern sich die Verantwortung und Organisation in der Abteilung verteilt. Ich habe dem Handball in meinem Leben sehr viel zu verdanken und bin nun durch meine persönliche Situation, nicht mehr berufstätig sein zu müssen, zeitlich in der Lage, Unterstützung anbieten zu können. Vielleicht kann ich ein paar Kenntnisse, ein Netzwerk, zwei helfende Hände oder auch Anregungen (zur Diskussion) einbringen. Auf jedem Fall zu versuchen, dem Handballsport und dem Verein etwas zurückzugeben und damit diejenigen, die ihn auch für sich entdeckt haben und mit Leidenschaft betreiben oder organisieren, zu unterstützen.“
Was sind die Themenfelder, die du gerne besetzen bzw. weiterentwickeln möchtest?
„Mit bzw. in einem kleinen Team zu arbeiten, heißt aus meiner Erfahrung auch, Flexibilität bei der Besetzung von Themenfeldern mitbringen zu müssen. Hier im Verein arbeiten bereits gute Leute mit viel Erfahrung um den Rheinhausener Handball, denen ich auch noch genauer zuhören möchte. Dazu kann ich meine Berufserfahrungen im (sportlichen) Organisationsbereich mit einbringen, die sich über sportstrategische Aspekte (wo geht, wo kann die Reise noch hingehen?), finanzielle Aspekte (Budgetaufstellung mit Berücksichtigung von Marketing und Sponsoring-Möglichkeiten) und die Bewältigung von infrastrukturellen Herausforderungen erstrecken. Kurzum, ich würde gerne versuchen den Abteilungsleiter, die Abteilungsleitung zu unterstützen und zu entlasten, da wo Bedarf besteht und wo man meint, mich einsetzen zu können.“
Wir freuen uns sehr über deine erneute Mitwirkung und Unterstützung, lieber Hans -Joachim!
Das Team vom OSC Handball