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Klaus Stephan Info

Presseerklärung des OSC Rheinhausen Handball zum Neubau der Halle Krefelder Straße

Freude über die Millionen vom Bund für den Neubau einer Sporthalle verbindet sich mit der Forderung nach passendem Standort

Gestern erreichte uns über Instagram-Posts unserer Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Mahmut Özdemir die Botschaft: Der Bund wird den Neubau der Sporthalle Krefelder Straße mit 8 Millionen Euro unterstützt. Das ist – aus Sicht des OSC Rheinhausen Handball zunächst eine großartige Nachricht. Unser Anliegen ist es zugleich, dass die Mittel für eine neue Halle am bestmöglichen Standort investiert werden. Im Sinne des Sports (nicht nur der Handballer) und des Stadtteils braucht es einen „echten Neubau“ auf dem Gelände des OSC Rheinhausen an der Gartenstraße. 

Die Pläne, eine Halle für die Green-Gesamtschule zu errichten und als Ersatzneubau für die Krefelder Straße auszuweisen, geht aus unserer Sicht fehl. De facto käme es zu einer weiteren Kürzung der Hallenkapazitäten im Stadtteil. Das aber kann nicht im Sinn einer Bundesförderung zur Verbesserung der Sport-Infrastruktur liegen. 

In dem Post von Bärbel Bas und Mahmut Özdemir wird deutlich herausgestellt: „Der Neubau ist der richtige Schritt.“ Dem stimmen wir ausdrücklich zu und sind dankbar für ihr Engagement. Denn die Sporthalle Krefelder Straße entspricht nicht mehr den baulichen und technischen Anforderungen, was höherklassigen Handball-Sport angeht. Das gilt auch für weitere Veranstaltungen wie Deutsche Meisterschaften in anderen Sportarten. Der PSV Duisburg richtet im Juni hier die Deutsche Judo-Meisterschaft aus. 

Wir haben aus der Politik Signale bekommen, dass die 8 Millionen genutzt werden sollen, um eine Schulsporthalle an der Green-Gesamtschule zum Ersatzbau aufzurüsten. Wir sehen das sehr kritisch. Zum einen: Der Bau der Schulsporthalle war längst geplant. Das Geld des Bundes wird mithin für eine Pflichtaufgabe der Stadt zweckentfremdet. 

Großer Sportraummangel im Duisburger Westen 

Zum anderen: Für fünf große Schule in Rheinhausen gab es bisher nur zwei Zweifach-Turnhallen und eine Dreifachsporthalle (Krefelder Straße). Damit mangelt es massiv an Schul- und Trainingsraum. Der Unterhang beträgt ca. zwei Dreifachhallen plus die stillgelegte Halle an der Green-Gesamtschule. Ein Neubau an der Green-Gesamtschule als Ersatz für die Krefelder Straße würde die Situation für den Schuldsport nicht verbessern, sondern verschlechtern. Aus der guten Nachricht der Bundesförderung würde so eine schlechte Nachricht für die Schülerinnen und Schüler im Stadtteil. 

Es muss also tatsächlich ein zusätzlicher Neubau an einem neuen Standort sein. Unsere Forderung: Nutzung des stadteigenen Geländes beim OSC Rheinhausen zum Neubau. Hier steht ein großes Grundstück mit Parkmöglichkeiten zur Verfügung, das bereits in sportlicher Nutzung ist. Es wäre damit auch ein echter Ersatzbau als Sporthalle des Willy-Brandt-Kollegs. 

Eine Halle für alle (im Westen)

Wir weisen erneut darauf hin, dass die alte Krefelder Straße nicht nur dem OSC Rheinhausen Handball Platz bietet. Weitere intensive Nutzer sind der VfL Rheinhausen (Handball), ABC Rheinhausen (Boxen), AKS Rheinhausen (Ringen und Gewichtheben) sowie vier Schießvereine, da die Sporthalle unter ihrem Boden die einzige noch intakte Schießanlage in Duisburg beherbergt. Die Fachschaft Fußball veranstaltet hier regelmäßig ihr Hallenturnier zu Beginn des neuen Jahres. 

Der Deutsche Handballbund hat bereits mehrfach hier das Final-Four zur Deutschen A-Jugend-Meisterschaft durchführen lassen. Vor zwei Jahren fanden hier sechs Handball-Jugendländerspiele im Rahmen der Ruhr-Games statt. Die Fachschaft Badminton hat die Halle für die Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaften genutzt. Beim Neubau müsste das berücksichtigt werden. 

Duisburg fehlt grundsätzlich eine Eventhalle

In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob eine Halle mit 1200 Plätzen (die alte hatte zu Bundesligazeiten 2400 Plätze) ausreichend ist. Der Handball des OSC befindet sich im Aufschwung und strebt den Aufstieg in die 3. Liga an. Dabei ist der Spitzensport als „Leuchtturm“ zu sehen. Über 400 Kinder trainieren und spielen in der OSC-Halle. 

Wir haben gerade eine große Zustimmung zu Olympia erlebt. Das und das Label „Sportstadt Duisburg“ verlangt nach einer entsprechenden Infrastruktur. Das Olympia-Konzept beruht gerade auf der Idee vorhandene erstklassige Sportstätten zu nutzen. Deshalb verlangt nach Weitsicht bei der Planung neuer Sportstätten. Daher sollten unserer Meinung nach Erweiterungsmöglichkeiten direkt berücksichtigt werden. Es muss auch im Blick behalten werden, dass z. B. für den Handball bestimmte Vorgaben des Verbands bestehen (Tribüne auf beiden Seiten, etc.).  

Wir freuen uns sehr über die angekündigte Unterstützung in Berlin und auf den Neubau bei uns im Westen. Entscheidend ist zugleich: Dieses Geld ist im Sinne des (Schul-)Sports klug und mit Weitsicht in eine Eventhalle zu investieren.