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Christian Wetteborn 2. Herren

OSC Rheinhausen II – Tschft. St. Tönis 28:28 (15:11)

Um den verdienten Lohn gebracht – OSC II nach umstrittener Schlussphase nur mit Remis

Was für ein Saisonabschluss: Im letzten Spiel der Oberliga-Saison bot der OSC Rheinhausen II den Zuschauern noch einmal alles, was den Handball ausmacht – Tempo, Leidenschaft, Emotionen und Spannung bis in die Schlusssekunden. Gegen den Tabellenvierten Tschft. St. Tönis zeigte die junge Mannschaft eine starke Leistung und war über die gesamte Spielzeit absolut auf Augenhöhe.

Von Beginn an präsentierte sich der OSC hellwach. Nach ausgeglichenem Start setzte sich das Team Mitte der ersten Halbzeit Stück für Stück ab. Angeführt von einem treffsicheren Mika Flach und Zsolt Pinter erspielten sich die Rheinhausener eine verdiente Führung, die bis zur Pause auf 15:11 anwuchs.

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte der OSC zunächst nahtlos an die starke Leistung an. Mehrfach lag die Mannschaft mit fünf Toren in Front und schien auf dem besten Weg, sich mit einem Erfolgserlebnis aus der Saison zu verabschieden. Doch St. Tönis kämpfte sich zurück und machte die Schlussphase noch einmal dramatisch.

Dann folgte eine Schlussminute, die für großen Ärger sorgte. Beim Stand von 28:27 und nur noch zwei Sekunden auf der Uhr wurde OSC-Spieler Thilo Hermsen beim Abschluss durch ein grob unsportliches Foul gestoppt. Der Spieler von St. Tönis wurde folgerichtig disqualifiziert – doch die entscheidende Konsequenz blieb aus: Statt auf Siebenmeter für den OSC zu entscheiden, ließen die Schiedsrichter das Spiel fortsetzen. 

Aus OSC-Sicht eine kaum nachvollziehbare Entscheidung, die am Ende wohl den möglichen Sieg kostete. Denn unmittelbar danach gelang St. Tönis praktisch mit dem Schlusspfiff noch der Treffer zum 28:28-Endstand. Nach einer über 60 Minuten starken Leistung blieb bei Spielern und Zuschauern deshalb neben dem Stolz auf die Mannschaft auch ein bitterer Beigeschmack.

Trotz des unglücklichen Ausgangs überwiegt der Stolz auf eine außergewöhnliche Saison. Als doppelter Aufsteiger den Klassenerhalt in der Oberliga zu sichern, ist bereits eine bemerkenswerte Leistung. Dass der OSC zudem eine der besten Defensivreihen der Liga stellte, unterstreicht die Entwicklung der jungen Mannschaft eindrucksvoll. Zur kommenden Saison wird das Team den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und verstärkt auf die Entwicklung junger Spieler setzen.

Es spielten: Zimmermann, Friess, Raslowski, Zunic, Klein, Genzmer, Grbesa, Hermsen (3), Wetteborn (1), Pinter (8), Stenhorst (1), Fenzel (3/3), Rennings (3), Franzen (1), Flach (8).

Ein großer Dank gilt allen Fans, Unterstützern und Helfern, die die Mannschaft über die gesamte Saison begleitet haben.