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Marko Gerke 4. Herren

ETuS Wedau II - OSC Rheinhausen IV 16:16 (6:13)

Starke erste Halbzeit – am Ende ein Punkt in Wedau

Der OSC Rheinhausen IV hat sich beim ETuS Wedau II ein 16:16-Unentschieden erkämpft. Nach einer überragenden ersten Halbzeit und einer 13:6-Führung zur Pause musste unsere Vierte im zweiten Durchgang noch den Ausgleich hinnehmen. 

Von Beginn an zeigte der OSC eine seiner bislang stärksten Saisonleistungen. Die Mannschaft spielte ruhig, geduldig und nutzte ihre Chancen konsequent. Auch defensiv passte vieles: Die Deckung stand kompakt, die Absprachen funktionierten und es wurde deutlich mehr miteinander gesprochen als in den vergangenen Wochen.

Auch eine leicht veränderte Aufstellung funktionierte gut. Florian Pohle wurde zunächst offensiv am Kreis eingesetzt, um gleichzeitig die Stabilität in der Defensive zu sichern. Das zahlte sich aus. Der OSC setzte sich Schritt für Schritt ab und erspielte sich bis zur Pause eine verdiente Sieben-Tore-Führung.

Über 3:0 und 8:1 baute Rheinhausen den Vorsprung kontinuierlich aus. Kurz vor der Halbzeit stellte Damian Binnenbrücker auf 13:6. 

Nach der Pause änderte sich das Bild jedoch deutlich. Anstatt die Ruhe aus dem ersten Durchgang mitzunehmen, ließ sich der OSC zunehmend von der Hektik des Spiels anstecken. Im Angriff wurden die Situationen nicht mehr konsequent ausgespielt und die Mannschaft verlor ihren Rhythmus.

Defensiv stand die Vierte weiterhin ordentlich, doch offensiv fehlte nun die Durchschlagskraft. Nur drei Treffer gelangen dem OSC im gesamten zweiten Durchgang. Wedau nutzte das und arbeitete sich Stück für Stück zurück in die Partie. Aus dem 13:6 zur Pause wurde zunächst ein 13:10, später ein 15:14. 

In der Schlussphase wurde es schließlich richtig eng. Florian Pohle traf knapp sieben Minuten vor dem Ende zum 16:14, doch Wedau blieb dran. Beim 15:16 war der Vorsprung auf einen Treffer geschmolzen, ehe den Gastgebern in der 59. Minute tatsächlich noch der Ausgleich zum 16:16 gelang. 

Damit blieb am Ende ein Punkt – und durchaus gemischte Gefühle. Vor dem Spiel hätte die Mannschaft das Unentschieden vermutlich unterschrieben, nach dem Verlauf war aber deutlich mehr möglich.

Trotzdem überwiegt auch das Positive: Die erste Halbzeit zeigte eindrucksvoll, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Wenn es gelingt, diese Ruhe, Konsequenz und defensive Stabilität über 60 Minuten zu bringen, werden aus solchen Spielen künftig auch Siege.

Es spielten:
Binnenbrücker (6), Hoenen (4), Wetteborn (2), Lindemann (2), Anders (1), Pohle (1), Lechert, Butzbach, Dünnwald, Thyssen, Breitfeld, Czerwinski-Lebbing.