BTB Aachen - OSC Rheinhausen 28:28 (13:16)
Bitteres Remis in Aachen – OSC lässt Sieg liegen
Das Auswärtsspiel beim BTB Aachen entwickelte sich zu einem intensiven und am Ende emotionalen Handballabend, der sportlich mit einem 28:28-Unentschieden endete – sich aber auch abseits des Feldes noch nachwirken könnte.
Von Beginn an übernahm der OSC Rheinhausen trotz personeller Sorgen die Kontrolle. Ohne die Rückraumspieler Daniel Zwarg und Justin Kauwetter sowie mit angeschlagenen Akteuren ging das Team dennoch konzentriert in die Partie und erspielte sich früh Vorteile. Nach der einzigen frühen Führung der Gastgeber zum 1:0 setzte sich der OSC zunehmend ab und lag zur Pause verdient mit 16:13 in Front.
Auch im zweiten Durchgang schien die Mannschaft von Sascha Wistuba zunächst alles im Griff zu haben. Über 19:16 (41.) und 22:19 (43.) kontrollierte der OSC das Spielgeschehen weiterhin. Grundlage dafür war eine stabile Abwehr und ein strukturiertes Angriffsspiel.
Doch Mitte der zweiten Hälfte kippte die Partie. Aachen kam – getragen von der heimischen Atmosphäre und großem kämpferischen Einsatz – zurück ins Spiel. Besonders Spielertrainer Simon Breuer stellte die OSC-Defensive vor zunehmende Probleme.
Beim Stand von 22:22 (50.) war die Begegnung wieder völlig offen. In der Schlussphase verpasste es der OSC mehrfach, sich entscheidend abzusetzen. Eine Wurfeffizienz von etwas über 50 Prozent erwies sich letztlich als zu gering, um die zwei Punkte mitzunehmen.
So kämpften sich die Gastgeber erneut heran und erzielten mit dem Schlusspfiff den 28:28-Ausgleich – ein bitterer Moment für den OSC, der den Sieg bereits vor Augen hatte.
Neben dem sportlichen Geschehen sorgte eine strittige Szene für zusätzliche Brisanz: Aachen legte Einspruch ein, da aus ihrer Sicht ein reguläres Tor nicht gewertet wurde. Ob und welche Konsequenzen dies nach sich zieht, bleibt abzuwarten.
Am Ende bleibt für den OSC ein Punkt, der sich eher wie ein verlorener Sieg anfühlt – auch wenn die personellen Umstände und der Spielverlauf zeigen, dass die Mannschaft erneut großen Einsatz und Moral bewiesen hat.
Es spielten: Lenz, Seemann – Adrian (1), Rippelmeier (1), Mook (1), Ernst (3), Dreier (2), Hüller (3), M. Molsner (4), Käsler (8), Kölsch (2), Schlögl (3)